Eingewöhnung
Die Eingewöhnung ist ein wichtiger Schritt für das Kind und die Eltern.
Es bedeutet Loslassen des Kindes bzw. auch Loslassen der Eltern.
Das kann für das ein Kind etwas schwieriger sein als für das andere.
Vor dem Start wird es ein ausführliches Gespräch zwischen mir und Ihnen als Eltern geben. Dabei können Sie Fragen klären und bestimmte Erwartungen können besprochen werden.
Sie können die Kindertagespflegestelle jederzeit nach Absprache, gerne mehrmals, besuchen kommen, damit Ihr Kind die Räumlichkeiten und mich als Tagespflegeperson, kennenlernt.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass ich Sie und Ihr Kind zu Hause in der gewohnten Umgebung besuchen komme, damit es sich an mich gewöhnen kann. Dafür können Sie mich gern ansprechen und wir können einen Termin ausmachen. Bei diesem Treffen habe ich auch die Möglichkeit, ihr Kind in einer vertrauten Umgebung zu beobachten.
Bei der Eingewöhnung orientiere ich mich an dem Berliner Modell, richte mich aber natürlich immer nach dem Kind und seinen Bedürfnissen.
Das Berliner Eingewöhnungsmodell
Es ist immer wichtig, auf die Signale Ihres Kindes zu achten und bei Bedarf die Eingewöhnungsphase anzupassen. Manche Kinder brauchen länger als andere. Sie als Eltern können Ihren Kindern aber emotionale Sicherheit bieten, indem Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst nehmen und es unterstützen.
Eine offene Kommunikation zwischen Ihnen und mir ist entscheidend, um eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dabei werde ich Ihnen regelmäßige Rückmeldungen über den Fortschritt der Eingewöhnung geben und würde mich ebenso über Rückmeldungen von Ihnen freuen, wie die Kinder z.B. zu Hause reagieren oder was sie dort erzählen. Die Dauer einer guten Eingewöhnung kann variieren, da jedes Kind unterschiedlich ist und eigene Bedürfnisse hat. Im Durchschnitt kann man mit etwa zwei bis drei Wochen rechnen. Dabei kommt es aber immer auf das Alter des Kindes an (jüngere Kinder brauchen etwas länger, weil sie noch mehr auf die Nähe der Eltern angewiesen sind), auf die Persönlichkeit (schüchterne Kinder brauchen mehr Zeit, um sich an neue Situationen und Personen zu gewöhnen), ob Ihr Kind schon Vorerfahrungen mit Fremdbetreuung hat, auf die Unterstützung der Eltern und auf die Qualität und Beziehung zu mir als Tagespflegeperson. Ich möchte den Kindern von Anfang an eine vertrauensvolle, positive und liebevolle Art bieten, was für eine erfolgreiche Eingewöhnung sehr entscheidend ist.

Phase 1
In den ersten Tagen bleibt ein Elternteil mit dem Kind zusammen in der Kindertagespflege, zuerst nur ca. 1 Stunde, später gerne etwas länger. Somit kann das Kind sich an mich und die neue Umgebung gewöhnen.

Phase 2
Nach einigen Tagen können erste kurze Trennungen von etwa 15-30 Minuten ausprobiert werden, während Sie als Eltern aber in der Nähe, bzw. im Nebenraum bleiben. Ein kurzes Abschiedsritual hilft dem Kind, sich sicher zu fühlen und zu verstehen, dass Mama oder Papa gleich zurückkommt. Dabei sollten Sie klar und konsequent sein, um Verwirrungen und lange Abschiedsszenen zu vermeiden.
Die Trennungszeiten werden schrittweise verlängert, wenn Ihr Kind sich wohlfühlt und es keine großen Schwierigkeiten gibt. Dabei hilft eine regelmäßige Teilnahme an der Tagespflege und Eingewöhnung, damit Ihr Kind z.B. durch eine große Unterbrechung, wie einen Urlaub, nicht wieder in die Anfangszeit zurückfällt. Eine vorherige gute Planung Ihrerseits ist daher sinnvoll.

Phase 3
Ihr Kind verbringt längere Zeit in der Tagespflege, einschließlich Mahlzeiten und Schlafenszeiten, ohne Sie als Eltern. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen.